Wohnen und LebenshaltungskostenNachricht

Wohnungsmangel: Der Fortschritt muss an bereitgestellten Wohnungen erkennbar werden

Das Bundesamt für Wohnungswesen hat am 11. Juni die zweite Erhebung zur Umsetzung des Aktionsplans gegen Wohnungsknappheit veröffentlicht. Für die PCP genügt es nicht, eine Massnahme als begonnen auszuweisen. Entscheidend sind verfügbare Wohnungen und ihre Kosten für die Bewohnenden.

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Eine Umsetzungsbilanz ist noch keine soziale Bilanz

Die Jahreserhebung 2026 des BWO beschreibt ein stärkeres Engagement für den Plan bei einem weiterhin angespannten Markt. Sie zeigt, welche Schritte die beteiligten Partner eingeleitet haben. Die Partei unterscheidet diesen administrativen Fortschritt von der abschliessenden Wirkung auf den Zugang zu Wohnraum.

Ein erfasstes Grundstück, eine geprüfte Vorschrift oder ein eröffnetes Verfahren ist noch keine bewohnte Wohnung. Diese Unterscheidung muss die öffentliche Darstellung des Plans prägen. Sie würdigt geleistete Arbeit und macht zugleich die weiterhin bestehenden Hindernisse sichtbar.

Verantwortlichkeiten entlang des gesamten Weges klären

Die PCP verlangt eine Übersicht, die jeder Massnahme eine zuständige Stelle, Finanzierung, Etappen und erwartete Ergebnisse zuordnet. Zuständigkeiten von Bund, Kantonen und Gemeinden müssen so geklärt sein, dass Probleme an ihren Schnittstellen nicht unbeantwortet bleiben.

Bodenverfügbarkeit, Erschliessung, Finanzierung und Baukapazität gehören zusammen. Wird ein Schritt beschleunigt, während der nächste blockiert bleibt, entstehen verschobene Wartezeiten statt zusätzlicher Wohnungen. Koordination braucht deshalb einen konkreten Auftrag und benannte Ansprechpartner. Verzögerungen und die zu ihrer Behebung getroffenen Entscheidungen sind zu veröffentlichen.

Mehr bauen und Bezahlbarkeit sichern

Mehr Wohnraum bleibt erforderlich. Sein sozialer Nutzen hängt jedoch von Wohnungsgrössen, Standort und vollständiger Miete ab. Neue Angebote weit entfernt von Arbeitsplätzen oder ausserhalb gewöhnlicher Einkommen decken den Bedarf nur teilweise.

Die Partei setzt sich für einen grösseren Anteil gemeinnütziger Bauträger und langfristige Verpflichtungen bei Förderungen ein. Ein Gemeinwesen, das Boden oder Finanzierung bereitstellt, muss erklären können, welche Bezahlbarkeit es für welchen Zeitraum erhält und wie es diese kontrolliert. Öffentliche Unterstützung muss den Bewohnenden dauerhaft zugutekommen.

Auch bestehende Mietverhältnisse berücksichtigen

Die Antwort auf Wohnungsmangel darf sich nicht auf Neubauten beschränken. Unterhalt, Umbau und Sanierung gehören in die Bilanz. Bei öffentlich unterstützten Vorhaben müssen die Folgen für bisherige Mietende, vorübergehende Unterbringung und Rückkehrmöglichkeiten offengelegt werden.

Die PCP verlangt, neu geschaffene, ersetzte und dem Markt entzogene Wohnungen getrennt auszuweisen. Eine Bruttozahl kann den Verlust tatsächlich bezahlbarer Angebote verdecken. Ebenso muss die Politik die Kosten des Gebäudeerhalts prüfen, bevor sie den Abbruch als gewöhnliche Lösung betrachtet.

Welche Ergebnisse veröffentlicht werden müssen

Die Partei schlägt einen Jahresbericht über abgeschlossene Vorhaben, tatsächlich erhobene Mieten, öffentliche Beiträge und wesentliche Umsetzungshindernisse vor. Die Daten müssen räumlich gegliedert und mit dem örtlichen Bedarf verbunden sein.

Damit erhält die demokratische Debatte einen überprüfbaren Gegenstand. Die Bevölkerung kann Zusagen mit Ergebnissen vergleichen; Gemeinwesen können ihre Instrumente anpassen. Der Aktionsplan muss zum Aufbau einer dauerhaften öffentlichen Handlungsfähigkeit in der Wohnungspolitik beitragen. Fortschritt ist dann dort sichtbar, wo Menschen tatsächlich eine tragbare Wohnung finden und behalten können.

Dokumente und Quellen

Die Quellen erschliessen die untersuchten Fakten und Regelungen. Politische Bewertungen und Vorschläge in diesem Text sind Positionen der PCP.