Ein Landesdurchschnitt und unterschiedliche Rechnungen
Die am 29. September veröffentlichten amtlichen Prämienunterlagen 2027 ermöglichen Vergleiche. Der angekündigte Durchschnitt ist keine individuelle Prämie: Kanton, Alter, Franchise und Modell beeinflussen den Betrag. Das erläuternde BAG-Dossier erklärt die Unterschiede und verweist auf den Bundesvergleich.
Für die PCP löst Vergleichbarkeit die gemeinsame Finanzierungsfrage nicht. Steigende Pflichtausgaben müssen am verfügbaren Einkommen gemessen werden. Zwei Personen mit ähnlicher Prämie können sehr unterschiedlich belastet sein. Die Analyse muss deshalb die Verteilung der Finanzierung erklären und darf sich nicht auf Unterschiede zwischen Versicherern beschränken.
Zugängliche Unterstützung und klare Zuständigkeiten
Die Partei verlangt, dass Gemeinwesen die tatsächliche Reichweite von Hilfen, verständliche Verfahren und Bearbeitungszeiten prüfen. Ein schwer verständlicher Anspruch oder eine verspätete Auszahlung kann Familien trotz vorgesehener Unterstützung in Schwierigkeiten lassen.
Die zuständigen Ebenen müssen Finanzierung mit klar dargestellten Verteilungswirkungen diskutieren. Die PCP unterstützt stärkere Solidarität und Beiträge, welche die wirtschaftlichen Möglichkeiten besser berücksichtigen. Jede Änderung muss zeigen, wer mehr bezahlt, wer entlastet wird und wie notwendige Leistungen erhalten bleiben. Eine Last zwischen Rechnungen zu verschieben ist allein noch keine Ersparnis für die Gesellschaft. Auch ihre Wirkung auf Haushalte muss offengelegt werden.
Kosten beeinflussen, ohne Versorgung zu schwächen
Ausgabenkontrolle braucht eine Prüfung von Preisen, Leistungen, Koordination und Organisation. Sie darf nicht darauf reduziert werden, Behandlungen aufzuschieben oder Personal mit weniger Zeit arbeiten zu lassen. Der Umfang notwendiger Arbeit muss in den Entscheidungen sichtbar bleiben.
Die PCP unterstützt eine stärkere Grundversorgung und Kontinuität zwischen Praxis, Spital, Spitex und Langzeitpflege. Übergabearbeit muss anerkannt und organisiert werden. Angekündigte Einsparungen sind zusammen mit Zugang, Wartezeiten und ungedecktem Bedarf zu beurteilen, statt nur in einem einzelnen Budget zu erscheinen. Eine Rechnung darf nicht zulasten eines anderen Dienstes oder der Angehörigen verbessert werden.
Nach der Ankündigung wirksam kontrollieren
Die Partei verlangt eine Beobachtung der tatsächlichen Haushaltsausgaben nach Unterstützung und Kostenbeteiligung sowie des Zugangs zur Versorgung. Zahlen müssen Alters- und Einkommenslagen unterscheiden, soweit die Daten zuverlässige Aussagen erlauben. Grenzen und Bezugsgrössen gehören erklärt.
Die jährliche Ankündigung muss der Ausgangspunkt politischer Kontrolle von Finanzierungs- und Versorgungsentscheidungen sein. Gesundheit braucht Mittel, qualifiziertes Personal und wirksame Organisation. Ihre Finanzierung muss für die PCP materielle Sicherheit stärken und verhindern, dass notwendige Behandlung wegen des Haushaltsbudgets unterbleibt. An diesem Ergebnis sind Vorschläge und ihre Umsetzung zu messen.
Die Kontrolle braucht von Jahr zu Jahr eine stabile Methode. Haushaltsvergleiche müssen erklären, ob Hilfen und Kostenbeteiligungen enthalten sind und welches Einkommen verwendet wird. Die PCP verlangt verständliche Ergebnisse und veröffentlichte Annahmen. Eine veränderte Berechnung darf nicht als tatsächliche Verbesserung dargestellt werden. Entlastung muss im verfügbaren Einkommen erkennbar sein.
Dokumente und Quellen
Die Quellen erschliessen die untersuchten Fakten und Regelungen. Politische Bewertungen und Vorschläge in diesem Text sind Positionen der PCP.