Wohnen und LebenshaltungskostenNachricht

Mieten: Was das Bleiben kostet und was ein notwendiger Umzug verändert

Die Mieten entwickeln sich nicht einheitlich. Die Erhebung vom Mai 2026 im Überblick des Bundesamtes für Wohnungswesen zeigt beim Mietpreisindex einen jährlichen Anstieg von 1,1 Prozent. Die Lage eines bereits wohnenden Haushalts kann dennoch erheblich von jener einer Person abweichen, die eine neue Wohnung suchen muss.

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Was der aktuelle Überblick erfasst

Der am 25. August veröffentlichte Wohnungsmarktüberblick III/2026 des BWO unterscheidet zwischen beobachteten Mieten im Bestand und angebotenen Marktpreisen. Werden diese Reihen vermischt, verschwindet ein entscheidendes Problem: Eine mässige Entwicklung der Durchschnittsmiete garantiert nicht, dass eine verfügbare Wohnung mit dem Einkommen einer neu suchenden Person bezahlbar ist.

Für die PCP muss die Beobachtung bei diesem Unterschied ansetzen. Eine Trennung, eine Geburt, eine Ausbildung oder ein Stellenwechsel können einen Umzug notwendig machen. Der Haushalt entscheidet dann nicht zwischen seiner bisherigen Miete und einem theoretischen Preis. Er braucht ein tatsächlich verfügbares Angebot, das zu seiner Grösse und seinen täglichen Wegen passt.

Sinkende Kosten müssen die Bewohnenden erreichen

Die Partei verlangt, dass die öffentlichen Gemeinwesen verfolgen, wie Veränderungen der Finanzierung zusammen mit anderen Kostenfaktoren bei den Mieten ankommen. Ein Gesamtindikator beweist für sich allein weder eine Senkung für alle Mietenden noch eine überall gleich hohe Erhöhung. Öffentliche Informationen müssen Berechnungsgrundlagen und mögliche Verfahren verständlich darstellen. Ein statistischer Mittelwert darf nicht als individueller Entscheid erscheinen.

Dazu gehört der Zugang zu öffentlichen Diensten. Wer Schicht arbeitet, die Verwaltungssprache nicht vollständig beherrscht oder wenig freie Zeit hat, muss die eigene Situation verstehen können. Die PCP setzt sich für klare Informationen und Beratungsmöglichkeiten ein, die von der öffentlichen Hand dauerhaft unterstützt werden.

Die Miete bildet die Wohnkosten nicht vollständig ab

Nebenkosten, Energie und Verkehr kommen hinzu. Eine günstigere Wohnung kann längere Arbeitswege erzwingen. Eine Sanierung kann den Verbrauch senken und gleichzeitig die Miete erhöhen. Die Partei verlangt deshalb, die gesamten Wohnkosten zu beobachten und sie nach Einkommens- und Haushaltsgruppen darzustellen, soweit geeignete Daten vorliegen.

So lassen sich Situationen erkennen, in denen feste Ausgaben Lohnerhöhungen aufzehren. Diese Betrachtung verbindet Wohnungspolitik mit der Entlohnung der Arbeit und mit öffentlichen Dienstleistungen. Sie verhindert, dass allein Haushalte durch längere Wege einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum ausgleichen sollen.

Aus dem Befund öffentliche Entscheidungen ableiten

Die PCP tritt für mehr gemeinnützigen Wohnraum, die Nutzung öffentlichen Bodens und dauerhafte Bezahlbarkeitsbedingungen bei geförderten Projekten ein. Zuständige Gemeinwesen müssen diese Massnahmen einschliesslich Bau, Unterhalt und Finanzierung berechnen. Unterstützung der Nachfrage ist gemeinsam mit dem verfügbaren Angebot zu prüfen, damit Hilfen nicht bloss immer höhere Mieten auffangen.

Die nächste Kontrolle muss konkrete Ergebnisse erfassen: tatsächlich bereitgestellte Wohnungen, vollständige Wohnkosten, den Verbleib der Bewohnenden und die Nähe zu Dienstleistungen. Statistische Reihen sind der Ausgangspunkt. Politische Verantwortung bedeutet, auf jene Mechanismen einzuwirken, die Wohnen bezahlbar machen oder diesen Zugang erschweren.

Dokumente und Quellen

Die Quellen erschliessen die untersuchten Fakten und Regelungen. Politische Bewertungen und Vorschläge in diesem Text sind Positionen der PCP.